Internationaler Tag der Genossenschaften

Hintergrundbild: Augsburg Firnhaberau, Gebäude mit Blauem Overlay

Internationaler Tag der Genossenschaften

+++ PRESSEMITTEILUNG +++

 

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Ansprechpartner für die Medien: Tobias Straubinger
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Datum: 1. Juli 2021
Zeichen (inkl. Leerzeichen): 2.623

Tag der Genossenschaften: Traditionelle Rechtsform mit großer Zukunft

 

Das genossenschaftliche Wohnen in Bayern boomt

München (01.07.2021) – Wohnungsgenossenschaften ermöglichen den Menschen gutes und sicheres Wohnen zu fairen Preisen. In Zeiten angespannter Wohnungsmärkte werden verstärkt Wohnungsgenossenschaften gegründet. Seit dem Jahr 2015 wurden 32 neue Genossenschaften in den Verband bayerischer Wohnungsunternehmen aufgenommen. „So viele Neugründungen gibt es in keinem anderen Bundesland“, freut sich Verbandsdirektor Hans Maier. Mit dem Internationalen Tag der Genossenschaften am 3. Juli soll auf diese besondere Rechtsform aufmerksam gemacht werden.

Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung, so lautet das Motto der Genossenschaften. Die Rechtsform Wohnungsgenossenschaft war schon immer besonders gefragt, wenn es auf den lokalen Wohnungsmärkten eng wurde. Große Gründungswellen gab es nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Angesichts des knappen Wohn-raums verzeichnet der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen in den letzten Jahren einen regelrechten Gründungsboom.

Dritter Weg zwischen Eigentum und Miete

Die Wohnungsgenossenschaften stehen durch die gemeinsame Eigentümerschaft für einen dritten Weg zwischen Miete und Wohneigentum. Die Mitglieder erwerben Anteile der Genossenschaft und werden so zu Miteigentümern. Sinn und Zweck der Genossenschaften ist in ihrer Satzung festgeschrieben. Sie sind der Förderung ihrer Mitglieder verpflichtet. „Das bedeutet sicheres Wohnen zu fairen Mieten ohne Gefahr einer Eigenbedarfskündigung oder der Spekulation mit dem Gut Wohnen“, erklärt Maier.

Kein Wunder, dass sich viele Menschen für die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft interessieren. Entsprechend lang sind die Wartelisten bei den Traditionsgenossenschaften. Bleibt die Mitgliedschaft bei einer Neugründung. „Leider ist es oft ein langer Weg bis zum ersten Bauprojekt“, berichtet der Verbandsdirektor. Das liegt an der Schwierigkeit, ein bezahlbares Grundstück zu finden. Aus Sicht des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen sind Städte wie München, die ihren Grund und Boden nicht nach dem höchsten Preis, sondern nach dem besten Konzept veräußern vorbildlich. „Nur so haben die Genossenschaften eine Chance“, sagt Maier.

Erfolgsgeschichten gibt es bei den Verbandsmitgliedern einige. So feiert Deutschlands älteste Genossenschaft, die Baugenossenschaft München von 1871, dieses Jahr ihren 150. Geburtstag und viele neu gegründete Genossenschaften haben inzwischen erste Wohnprojekte realisiert. „Das genossenschaftliche Wohnen hat eine große Zukunft“, da ist sich der Verbandschef sicher.


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Im VdW Bayern sind 493 sozial orientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 350 Wohnungsgenossenschaften und 104 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 525.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.
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